Der PON 

Polsky Owczarek Nizinny - Polnischer Niederungshütehund

Der Polski Owczarek Nizinny ( kurz PON) ist sehr stark auf seinen Menschen geprägt. Seine große Anhänglichkeit, gepaart mit seinem ausgeprägten Hütetrieb machen ihn zu einem beliebten  Begleiter seiner Menschen. Dabei kommt ihm auch seine gänzlich fehlende Jagdleidenschaft zu Gute.

Der PON gilt als ausgesprochen klug und lernfreudig. Eine fast menschliche Intelligenz wird ihm dabei nachgesagt. Er ist herausragend treu und hält sich am     liebsten in unmittelbarer Nähe seiner Familie auf. Obwohl der PON durchaus sein Zuhause pflichtbewusst und zuverlässig bewacht, ist er jedoch kein Kläffer. Von einer Zwingerhaltung ist grundsätzlich abzusehen. Wer den PON nicht mit in seine Wohnung nehmen möchte muss auf ihn verzichten.

Seine Kinderfreundlichkeit ist geradezu sprichwörtlich. Freudig und aufmerksam begeistert er sich für Spiele und neue Aufgaben. Der PON ist kein Raufer. Fremden Hunden gegenüber ist er freundlich, aber reserviert. Mit anderen Haustieren hat er keine Probleme und zeigt sich sozial verträglich.

Seine Erziehung gestaltet sich bei viel Liebe und Konsequenz einfach. Auf Grund seines hervorragenden Gedächtnisses, gepaart mit seiner Klugheit, eignet sich der PON zur Ausbildung als Begleithund. Er ist auch für den Einsatz als Rettungs- oder Fährtenhund durchaus geeignet.

Der PON liebt lange Spaziergänge ohne Leine in Wald und Flur. Planschen im Wasser und Apportieren scheinen seine Lieblingstätigkeiten zu sein. Er ist als Begleiter beim Joggen, Radfahren oder Reiten wegen seiner Robustheit, Ausdauer und kräftigen Muskulatur besonders geeignet. Bei aktionsgeladenen Spielen wie Agility und Flyball zeigt der PON begeistert seine Intelligenz und Beharrlichkeit. Durch regelmäßiges Bürsten wird der Verfilzung vorgebeugt. Der PON ist ein sehr guter Futterverwerter. Daher sollte sehr genau auf die angemessene Ernährung geachtet werden, sonst neigt er zu Übergewicht.

So kann man es bei Wikipedia nachlesen, aber ist das auch wirklich so? Wir kommentieren die Wesensbeschreibung mal nach unseren Erfahrungen mit unserer Cleo:

Eigene Erfahrungen:

“Der PON ist sehr stark auf seinen Menschen geprägt. Seine große Anhänglichkeit, gepaart mit seinem ausgeprägten Hütetrieb machen ihn zu einem beliebten Begleiter seiner Menschen.” Beide Hunde hängen wirklich sehr an uns. Andere Menschen oder Hunde sind ihnen ziemlich egal - am Schönsten ist es mit uns zu sein! 

“Dabei kommt ihm auch seine gänzlich fehlende Jagdleidenschaft zu Gute.”  Leider kann ich diesen Punkt nicht ganz bestätigen - gerade unsere Tiquila hat uns schon öfter eines Besseren belehrt. Aber dennoch können sie einer Spur nicht lange folgen und kehren dann wieder zu ihrem Rudel zurück.

 

“Der PON gilt als ausgesprochen klug und lernfreudig. Eine fast menschliche Intelligenz wird ihm dabei nachgesagt.” Sie können ihrem PON alle möglichen Kunststücke und Zirkusnummern lernen - und er hat auch noch mächtig Spaß daran!

“Seine Erziehung gestaltet sich bei viel Liebe und Konsequenz einfach.”  Dennoch ist PON nicht unbedingt der ideale Anfängerhund - seine Intelligenz, gepaart mit einer gewissen Dickköpfigkeit, setzten eine liebe, aber konsequente Erziehung voraus!

”Er ist herausragend treu und hält sich am liebsten in unmittelbarer Nähe seiner Familie auf. Obwohl der PON durchaus sein Zuhause pflichtbewusst und zuverlässig bewacht, ist er jedoch kein Kläffer.” Naja, was da wohl unsere Nachbarn sagen würden..Beide en nicht unsinnig herum oder weil sie alleine im Haus sind, aber wenn jemand kommt oder am Grundstück entlang läuft, dann wird schon ordentlich gemeldet!  Diese Bellerei ist dem PON wohl auch nicht abzugewöhnen, lediglich zu kontrollieren durch konsequente Erziehung.

“Durch regelmäßiges Bürsten wird der Verfilzung vorgebeugt.” Also wenn man mal das richtige “Werkzeug” hat und weiß wie, dann ist das Fell wirklich nicht schwer zu pflegen. Wir müssen Cleo auch äußerst selten baden und irgendwie hat der Pon tatsächlich ein “sichselbstreinigendes” Fell!

 

 

 

 

 

 

 

 

Was unsere beiden PONs voneinander unterscheidet:

Cleo ist sehr sensibel und gelehrig. Sie möchte uns  gefallen, alles richtig machen. Wir hatten von Anfang an das Gefühl, man müßte Cleo gar nicht erziehen, sie kooperiert mit uns. Sie liebt Hundesport wie Obedience, Dogdance, Dummyarbeit. Ihre Erziehung würde ich als sehr einfach bezeichnen. Schon als Welpe hat sie kaum etwas kaputt gemacht. Manchmal scheint es, als könne sie unsere Gedanken lesen. Cleo liebt ihre Rituale, sogar das Kämmritual nach der letzten Abendrunde fordet sie ein, indem sie sich anschließend vor den Schrank setzt und wartet. Cleo weiß genau was sie will und ist manchmal schon ein wenig dickköpfig - naja, das sagt man dem PON ja sowieso nach ...,

Cleo hat deutlich mehr Fell und mehr Unterwolle. Dennoch ist es gut zu pflegen.

Tiquila ist wesentlich temperamentvoller, leidenschaftlicher und eher der “Grobmotoriker”, lang nicht so sensibel. Sie hat ein deutlich offeneres Wesen, geht leichter auf fremde Menschen zu als Cleo. Als Welpe war nichts vor ihr sicher. Tiquila hatte von Anfang an vor nichts Angst, liebte Autofahren und war überhaupt eher schwer zu beeindrucken. Dies schreibe ich aber zum größten Teil  einer guten Prägung bei ihrem Züchter zu.

Sie liebt alles, was mit viel Bewegung zu tun hat - Frisbee, Agility, Treibball, Longieren .Sie läuft gerne mit dem Fahrrad oder joggt mit unserem Sohn. Eigentlich macht ihr einfach alles Spaß! Auch wenn sie zu Hause ruhig und ausgeglichen ist, würde sie doch am Liebsten immer  mit jedem von uns mitgehen und etwas unternehmen. Sie ist unheimlich begeisterungsfähig und schafft es mit ihrer ungemein drolligen und erfrischenden Art, uns für das zu begeistern, was sie gerne von  uns möchte! Der Hütetrieb ist bei Tiquila viel intensiver ausgeprägt als bei Cleo und wir mussten schon daran arbeiten! Ihre Erziehung war insgesamt deutlich anstrengender.

Was unsere beiden PONs gemeinsam haben:

Beide sind zu Hause ruhig und können gut alleine gelassen werden. Wenn wir mit ihnen etwas unternehmen sind sie aber beide freudig dabei und begleiten uns überall mit hin, auch in die Stadt und in Restaurants. Beide Mädels lassen sich auf fremde Menschen ein und auch streicheln, wenn sich der Mensch etwas darum bemüht, aber gehen von sich aus nicht auf fremde Menschen zu oder springen diese gar freudig  an.

Beide sind ausgesprochene Balljunkies und lieben jede Art von Spiel und Spielzeug  Diese Tatsache erleichtert die Erziehung ungemein. Auch sind beide unglaublich verfressen und tun fast alles für ein Leckerli!

Im Garten alleine sind beide sehr gute Wächter und dabei leider auch recht bellfreudig. Bei beiden PONs ist die Fellpflege kein Problem. Beide haben sich schnell mit dieser lästigen Pflicht abgefunden und lassen es über sich ergehen in freudiger Erwartung auf eine kleine Belohnung im Anschluß.

Unsere Kinder sind nun schon groß und Besuch von kleinen Kindern eher selten, aber ich würde den PON nicht als so “wahnsinnig kinderlieb” bezeichnen. Natürlich liebt der PON sein ganzes Rudel, mit allen Kindern die dazu gehören, keine Frage! Aber alle fremden Personen, die von außerhalb in dieses Rudel kommen, werden erst eher etwas skeptisch betrachtet aber dann auch akzeptiert - und das verhält sich auch bei fremden Kindern nicht anders!